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Seminar SGB II - Mitarbeiterschulung

Wohnungs- und obdachlose Menschen

– Lebensrealitäten anerkennen, Beratung ermöglichen

Wohnungs- und obdachlose Menschen gehören zu den besonders vulnerablen Gruppen im SGB II und SGB XII– gleichzeitig ist ihre Lebenssituation oft durch Unsicherheit, Isolation und institutionelle Barrieren geprägt.


Dieses Seminar vermittelt Grundlagen zum Umgang mit wohnungslosen Leistungsberechtigten, beleuchtet rechtliche Rahmenbedingungen sowie migrationsspezifische Besonderheiten und zeigt auf, wie Beratung trotz schwieriger Ausgangslagen gelingen kann. Ziel ist es, Fachkräften Handlungsstrategien für einen professionellen und menschenwürdigen Umgang an die Hand zu geben.

Zu den Seminarinhalten

Angebot

Code....................S3232


Typ.........................Seminar


Dauer.....................09.00 - 12.00 Uhr


Preis.......................160 €* (Ust. - befreit)


Ort.........................Online (Zoom)

Hinweise zur Onlineteilnahme

*Beachten Sie die Hinweise zu Rabatt- und Sonderkonditionen in     den Teilnahmebedingungen

Nächster Termin

Wohnungs- und obdachlose Menschen

5. Mai 2026

Weitere Termine

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Seminarinhalte

Hintergründe und Dynamiken von Wohnungslosigkeit

  • Ursachen: Psychosoziale, ökonomische und strukturelle Einflussfaktoren

  • Verlaufsformen: Übergangswohnlosigkeit, verdeckte Wohnungslosigkeit, chronische Obdachlosigkeit

  • Lebensrealitäten zwischen Unsicherheit, Isolation und gesellschaftlicher Ausgrenzung

SGB II und migrationsspezifische Besonderheiten

  • Zugang zu Leistungen bei fehlender Meldeadresse oder unklarem Aufenthaltsstatus

  • Leistungsausschlüsse bei EU-Bürger*innen und Drittstaatsangehörigen – rechtliche Rahmenbedingungen und Folgen für die Beratung

  • Sozial- und aufenthaltsrechtliche Herausforderungen in der Schnittstelle zu SGB XII, AsylbLG, Ausländerrecht

Barrieren im Verwaltungskontakt und der Beratung

  • Fehlende Erreichbarkeit, keine Postanschrift, geringe Bindung an Institutionen

  • Misstrauen gegenüber Behörden, wiederholte Abbrüche im Integrationsprozess

  • Bedeutung von Kontinuität, Verlässlichkeit und niedrigschwelliger Kommunikation

Grundsätze lebensweltorientierter Beratung

  • Individuelle Bedarfe erkennen – jenseits von Standardverfahren

  • Realistische und anschlussfähige Unterstützungsangebote entwickeln

  • Umgang mit Widerständen und Desorientierung: Halt geben ohne zu überfordern

Kommunikation auf Augenhöhe

  • Den Menschen sehen, nicht nur den Antrag – respektvolle Sprache, klare Struktur

  • Orientierung schaffen in komplexen Lebenslagen

  • Umgang mit emotional belastenden Situationen

Fallarbeit und Praxisreflexion

  • Bearbeitung typischer Fälle aus der Jobcenter-Praxis

  • Handlungsspielräume identifizieren und gemeinsam im Kolleg*innenkreis reflektieren

  • Transfer in die eigene Beratungsarbeit

Zielgruppe

  • Jobcenter-Mitarbeitende ohne oder mit Vorkenntnissen

  • Mitarbeitende von anderen Behörden oder ähnlichen Organisationen

  • Fachkräfte in Beratung, Integration oder Fallmanagement mit SGB II-Bezug

Methoden

  • Fachlicher Input mit rechtlichem und sozialem Fokus

  • Reflexion echter Fallbeispiele aus der Jobcenter-Praxis

  • Gruppenarbeit und Erfahrungsaustausch

  • Entwicklung praxistauglicher Strategien

Materialien

  • Handout zur Veranstaltung

Lehrkraft

Seminar Wohnungs- und obdachlose Menschen

Zertifikat

Alle Teilnehmenden erhalten

ein qualifiziertes Zertifikat. 

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Kontakt

Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. 

kontakt@praxis-akademie-sgbii.de

Tel.: +49 160 1182 687

Oder nutzen Sie unser Kontaktformular: 

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Die nächsten Termine

Wohnungs- und Obdachlose Menschen

Lebensrealitäten anerkennen, Beratung ermöglichen

5. Mai 2026

160 €


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Wohnungslosigkeit ist mehr als fehlender Wohnraum – sie bedeutet oft den Verlust von Sicherheit, Struktur und Vertrauen.

Wohnungslosigkeit bedeutet oft mehr als das Fehlen einer Wohnung – sie ist auch sozialer Rückzug, fehlender Zugang zu Rechten und eine tiefe Vertrauenskrise.
Fachkräfte im SGB II-System haben die Chance, gerade hier Orientierung und Stabilität zu bieten.
Denn am Ende geht’s darum, niemanden aus dem Blick zu verlieren – auch wenn der Kontakt schwerfällt.

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