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Seminar SGB II - Mitarbeiterschulung

Psychische Erkrankungen im SGB II

– Auffälligkeiten erkennen, Auswirkungen einordnen und sicher handeln

Psychische Erkrankungen und psychosoziale Belastungen begegnen Mitarbeitenden in Jobcentern regelmäßig. Sie können sich auf Termine, Mitwirkung, Maßnahmeteilnahme, Leistungsfähigkeit und die berufliche Integration auswirken. Dabei ist nicht immer eindeutig, ob eine Person nicht mitwirken will oder aufgrund ihrer psychischen Situation aktuell nicht dazu in der Lage ist.


Das eintägige Seminar vermittelt einen praxisnahen Überblick über häufige psychische Erkrankungen und ihre möglichen Auswirkungen im SGB-II-Kontext. Die Teilnehmenden lernen, typische Hinweise sensibel wahrzunehmen, ohne selbst Diagnosen zu stellen, und auffällige Verhaltensweisen fachlich angemessen einzuordnen.


Im Mittelpunkt stehen die Auswirkungen auf Beratung und Integrationsarbeit, die Abgrenzung zwischen fehlender Motivation und möglicher Überforderung sowie der rechtssichere Umgang mit Terminversäumnissen, Mitwirkungspflichten und Maßnahmeabbrüchen. Zusätzlich werden relevante Regelungen der neuen Grundsicherung ab dem 1. Juli 2026 sowie geeignete Schnittstellen zum Ärztlichen Dienst, Berufspsychologischen Service, zur Rehabilitation und zu psychosozialen Unterstützungsangeboten behandelt.


Praxisnahe Fallbeispiele zeigen, wie Mitarbeitende auch in schwierigen Situationen professionell, nicht stigmatisierend und handlungssicher vorgehen können.

Zu den Seminarinhalten

Angebot

Code....................S1062


Typ.........................Seminar


Dauer.....................09.00 - 16.00 Uhr


Preis.......................210 €* (Ust. - befreit)


Ort.........................Online (MS Teams)

                                 Hinweise zur Online-Teilnahme

*Beachten Sie die Hinweise zu Rabatt- und Sonderkonditionen in     den Teilnahmebedingungen

Nächster Termin

Psychische Erkrankungen im SGB II

24. November 2026

Weitere Termine

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Seminarinhalte

Modul 1 – Psychische Erkrankungen im SGB-II-Kontext

  • Bedeutung psychischer Erkrankungen im Leistungsbezug

  • Abgrenzung zwischen Belastung, Krise, Erkrankung und Vermittlungshemmnis

  • Gründe, weshalb psychische Erkrankungen häufig nicht offen benannt werden

  • Typische Missverständnisse im Jobcenter-Alltag

  • Differenzierung zwischen „nicht wollen“ und „nicht können“


Modul 2 – Häufige psychische Erkrankungen und berufliche Auswirkungen

Kompakter Überblick über:

  • Depressionen

  • Angststörungen und Panikstörungen

  • Traumafolgestörungen

  • Suchterkrankungen

  • Persönlichkeitsstörungen und emotionale Instabilität

  • ADHS im Erwachsenenalter

  • psychosomatische Beschwerden

Zu den Themenfeldern werden typische Merkmale sowie mögliche Auswirkungen auf Arbeit, Beratung, Termine, Maßnahmen und Eigenbemühungen dargestellt.


Modul 3 – Psychische Erkrankungen und Integrationsarbeit

  • Auswirkungen auf Erwerbsfähigkeit und Belastbarkeit

  • Zumutbarkeit von Arbeit und Maßnahmen

  • Maßnahmeabbrüche und instabile Teilnahme

  • wiederholte Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen

  • Schwierigkeiten bei Bewerbungen, Eigenbemühungen und Nachweisen

  • Bedeutung von Stabilisierung, Rehabilitation und psychosozialer Unterstützung


Modul 4 – Neue Grundsicherung ab 01.07.2026: rechtliche Orientierung

  • Vermittlungsvorrang nach § 3a SGB II

  • Kooperationsplan und realistische Eingliederungsschritte

  • Verpflichtungen nach § 15a SGB II

  • Pflichtverletzungen und Minderungen

  • Meldeversäumnisse

  • persönliche Anhörung bei bekannten oder vermuteten psychischen Erkrankungen

  • ärztliche oder psychologische Untersuchungstermine bei entsprechenden Anhaltspunkten


Modul 5 – Praxisfall und Transfer

Anhand eines typischen Fallbeispiels werden unter anderem folgende Fragen bearbeitet:

  • Welche Hinweise auf eine psychische Belastung liegen vor?

  • Welche Informationen fehlen noch?

  • Was darf die Vermittlungsfachkraft selbst einschätzen?

  • Wann sollten der Ärztliche Dienst, der psychologische Dienst, Reha oder weitere Stellen einbezogen werden?

  • Wie kann rechtssicher und nicht stigmatisierend dokumentiert werden?

Zielgruppe

  • Mitarbeitende in Jobcentern

  • Arbeitsvermittler:innen

  • Fallmanager:innen

  • Mitarbeitende im Bereich Markt und Integration

  • Mitarbeitende mit Kund:innenkontakt

  • neue oder weniger erfahrene Mitarbeitende im SGB-II-Kontext

Methoden

  • Fachinput

  • praxisnahe Beispiele

  • kurze Gruppenarbeit

  • Diskussion und Erfahrungsaustausch

Materialien

  • Handout zur Veranstaltung

  • “Schreibtischunterlage” Übersicht Leistungden der Berufsberatung

  • Zugang zur Wissensplattform mit vertiefenden Informationen und Praxisfällen (ins. zu EGL etc.)

Lehrkraft

Seminar Psychische Erkrankungen im SGB II

Zertifikat

Alle Teilnehmenden erhalten

ein qualifiziertes Zertifikat. 

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Kontakt

Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. 

kontakt@praxis-akademie-sgbii.de

Tel.: +49 160 1182 687

Oder nutzen Sie unser Kontaktformular: 

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Die nächsten Termine

Psychische Erkrankungen im SGB II

– erkennen, fachlich einordnen und angemessen handeln


24. November 2026

210 €

Psychische Erkrankungen im SGB II

– erkennen, fachlich einordnen und angemessen handeln


24. Mai 2027

210 €

Psychische Erkrankungen im SGB II

– erkennen, fachlich einordnen und angemessen handeln


04. Oktober 2027

210 €


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Psychische Auffälligkeiten wahrnehmen – professionell und sicher handeln

Nicht jedes auffällige Verhalten ist fehlende Motivation. Gleichzeitig ist es nicht Aufgabe der Jobcenter-Mitarbeitenden, psychische Erkrankungen zu diagnostizieren.

Entscheidend ist, Hinweise sensibel wahrzunehmen, die eigenen fachlichen Grenzen zu kennen und geeignete weitere Schritte einzuleiten. Das Seminar stärkt die Sicherheit im Umgang mit psychisch belasteten Leistungsberechtigten und unterstützt dabei, rechtliche Anforderungen mit einer professionellen und verantwortungsvollen Beratung zu verbinden.

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